All you need is Hack - eine Liebesgeschichte in 36 Teilen von 35 Blogs und mir…
Hier aber erst einmal mein Part:
Vor ziemlich genau einem Jahr war ich in Japan. Und auch dort scheint das obrige typisch deutsche Sprichwort ebenfalls an allen Ecken und Ende vertreten zu sein.
Hackfleisch – Gebraten als Boulette, als Füllung für Gyoza, als Topping auf der Nudelsuppe… Hackfleisch wohin man sieht. Und gar köstlich zubereitet.
Gerade für letzte beschriebene Variante könnte ich sterben.
Und in meinem Tatendrang habe ich nun ein Rezept entwickelt, das dem tollen Geschmackserlebnis aus Japan recht nahe kommt.
Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.
Und verabschiede mich vorerst mit den weisen Worten:
You are the Hackfleisch of my life.
Man nehme (für 4 Personen)
Udon
200 g Weizenmehl
200 g Weizenstärke
180 ml Wasser (eventuell etwas mehr)
1 TL Salz
scharfes Hackfleisch
400 g Hackfleisch (gemischt oder Rind)
1-2 mittelscharfe Chilischoten
1 Wallnuss großes Stück Ingwer
2 EL helle Misopaste
200 ml passierte Tomaten
Sake
Mirin
Sojasauce
Fischsauce
Reisessig
Olivenöl
Zucker
Salz, Pfeffer
Gurkensalat
½ Gurke
2 EL Sesam
Zitronensaft
Sesamöl
Zucker
Salz, Pfeffer
600 ml Hühnerbrühe
600 ml Dashi
2 Eier
1 Stange Frühlingslauch
1. Ich nudel mir erst mal genüsslich einen: Alle Zutaten für die Udon in einer Schüssel zu einem ordentlichen Teig verkneten. Teig in Klarsichtfolie packen und für 1 Stunde im Kühlschrank parken.
2. Ingwer schälen, grob würfeln und in einen Blitzhacker hauen. Chili(s) von den Enden befreien, ebenfalls dazu, genau so wie die passierten Tomaten und die Misopaste. Nun wird geschreddert. Hackfleisch in einem Topf in etwas Olivenöl anbraten. Wenn es ganz krümelig ist, kommt die gerade hergestellte Würzmischung oben drauf. Schon mal mit etwas Sake (3-5 EL), Mirin (2-4 EL), Soja- und einem Spritzer Fischsauce würzen. Die Hackfleischmasse nun auf kleiner Stufe so lange köcheln bis eine schlotzige Masse entstanden ist.
3. Nun ran ans Grünzeug: Gurke schälen. Mit Hilfe eines Gemüsehobels feine Scheiben herstellen – das Kerngehäuse dabei aber auslassen. Scheiben nun in feine Streifen schnippeln. Ein Dressing aus Zitronensaft, Sesamöl, Zucker, S+P herstellen. Sesam in ner Pfanne auf mittlerer Stufe bräunen. Alles separat bis zum Servieren zur Seite stellen.
4. Hühnerbrühe (ein Rezept findet ihr hier) und Dashi (das Rezept findet ihr hier) mischen und in nem Topf erhitzen.
5. Eier anpiksen und für knapp 6 Minuten kochen. Das Eiweiß soll gestockt sein, das Eigelb noch schön flüssig.
5. Nudelteig raus aus dem Kühlschrank, Folie ab und auf einer mehlierten Unterlage ca. 3-4mm dick ausrollen. Teig mit Mehl bestäuben, ohne Druck mehrfach zusammen falten bis eine Rolle entstanden ist. Mit einem Messer 3-4 mm breite Nudeln aus dem Teig schneiden. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Nudeln so lange kochen, bis sie aufsteigen + 2-3 Minuten extra. Wasser abschütten.
6. Frühlingslauch in feine Ringe schneiden.
7. Und weil’s so schön ist, wird’s nun schön auf dem Teller: Nudeln in eine Schale geben, Brühe drüber und dann Hackfleisch drauf und alles mit Gurkensalat, Dressing, einem halben Ei und abschließend mit Sesam und Lauchringen toppen. Hübsch und fertig!
Wer sich fragt, wo denn die 35 anderen Teile der hackigen Liebesgeschichte geblieben sind, der wird hier fündig und pfundig. Schaut doch einfach mal vorbei!
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Nun aber Schluss mit Lustig.
Am Ende noch schnell den kulinarischen, imperialen Gruß:
Möge das Hackfleisch mit dir sein
Alles Liebe
Malte
