Tofu – Karotte – Miso-Mayo

Vom kleinen Tofuwürfel, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

Als der Tofuwürfel eines Tages seinen Kopf aus der Fritteuse steckte, um zu sehen, ob der SupperClub schon angefangen hatte, passierte es: Es war rund und lila. Sah ein bisschen aus wie ein Häufchen und das Schlimmste: Es landete genau auf seinem Kopf. „So eine Gemeinheit. Wer hat mir auf den Kopf gemacht?“ Aber kurzsichtig wie der Tofuwürfel nun mal war, konnte er niemanden mehr entdecken.
„Hast du mir auf den Kopf gemacht?“, fragte er die Rote Bete, die da gerade herum lag. „Ich? Nein, wieso? Ich mach so.“ Und platsch, klatschte ein roter, weicher Klecks genau neben den kleinen Tofuwürfel auf den Boden.
„Hast du mir auf den Kopf gemacht?“, fragt er die Erbse, die in der Küche herum hing. „Ich? Nein, wieso? Ich mache so.“ Und rumsdipumps, plumpsten 5 grüne Kugeln haarscharf am Tofuwürfel vorbei. Er war tief beeindruckt.
„Hast du mir auf den Kopf gemacht?“, fragte er den Mais. „Ich? Nein, wieso? Ich mache so.“ Und rattertita, schossen 15 gelbe Körner dem kleinen Tofuwürfel um die Ohren.
„Habt ihr mir auf den Kopf…?“, wollte er gerade wieder fragen. Doch als er näher kam, saßen dort nur zwei dicke Gourmets und aßen. „Endlich jemand, der mir weiterhelfen kann“, dachte der kleine Tofuwürfel. „Wer hat mir auf den Kopf gemacht?“ „Halt schön still“, sagten die Gourmets , „ganz klar, das war eine Urkarotte.“
Endlich wusste der kleine Tofuwürfel, wer ihm auf den Kopf gemacht hat: Ulf, die Urkarotte – blitzschnell kletterte der kleine Tofuwürfel auf Ulfs Karottengrün und – pups – landete ein kleiner Tofukrümel direkt auf dem Karottenkopf.
Glücklich und zufrieden, da er das Rätsel gelöst hatte, verschwand der kleine Tofuwürfel im Mund der Gourmets und war nie wieder gesehen… es sein denn, die Gourmets hatten Stuhlgang.

Man nehme (für 8 Personen):

Tofu
1 Stück Tofu (schnittfest)
1 Ei
3-4 EL Mehl
Milch
1 EL Sesam
Salz, Pfeffer
Currypulver
Paprikapulver (scharf)
1 l Sonnenblumenöl

Karotten
3 Urkarotten (lila)
½ EL Butter
Five-Spice-Pulver
1 Zitrone
Zucker, Salz

1 Karotte (orange)
½ TL Butter
Zucker, Salz

Miso-Mayo
1 Ei
250 ml Sonnenblumenöl
1-2 TL Shiro Miso

Thaibasilikum

1. Zappzarp – Schale ab. Urkarotten (lila) schälen, zerstückeln und in nen Topf mit Salzwasser. 15 Minuten kochen → weich. Wasser abgießen, ausdampfen und brumm, brumm, brumm, Mixer saus herum. Mit dem Pürierstab die Karotten mit Butter zu einer breiigen Masse verarbeiten. Die Schlonze mit Five-Spice-Pulver, Zitronensaft, Zucker und Salz abschmecken. Ab in nen Spritzbeutel und warmhalten.

2. Karotte (orange) schälen, würfel und in einen Topf mit Salzwasser geben. Einmal aufkochen, sofort abschütten und mit ein wenig Butter, Zucker und Salz zum Warmhalten stellen.

3. Tofu in mundgerechte Würfel schneiden. Ei, Mehl, Milch (kommt auf die Konsistenz an), Sesam und Gewürze zu einem zähflüssigen Teig verrühren. Plop – Tofu rein und von allen Seiten einkleistern. Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen und dann die Tofuwürfel darin karibisch braun ausbacken. Raus aus dem Fett, rauf aufs Küchenkrepp, abtropfen lassen und warmstellen.

4. Ei, Senf und Sonnenblumenöl (kaltes Öl nehmen – niemals auf die Idee kommen, das Frittierfett zu verwenden. Das macht man nicht!) in einen schmalen Mixbecher geben. Pürierstab rein, Vollgas geben und langsam von unten nach oben ziehen. Mayo entsteht. Mit Misopaste, Zucker und einem Spritzer Zitronensaft (nicht ins Auge) abschmecken.

5. ANRICHTEN: Karottenwürfel auf den Löffel, Tofuwürfel drauf, Urkarottenpüree daneben und auf den Tofu spritzen, Mayo dazu und mit Thaibasilikum liebevoll ausgarnieren. So schön kann das Leben sein: Fettig frittiert. Fertig!