Taube – Wirsing – Topinambur – Maronen – Schoko – Trüffel

Genesis, Kapitel 8, Verse 6 – 12

6 Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. 8 Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. 9 Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. 10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. 11 Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug’s in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. 12 Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.

…und warum? – Ich brauchte halt Zutaten zum Kochen 😮

Man nehme (für 4 Personen):

Taube im Wirsingmantel, Wirsingchips
2 Tauben (oder 4 Taubenbrüste)
1 Hähnchenbrust
Sahne
1 Wirsing
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Maronenpüree
100 g Kartoffeln
100 g Maronen (vorgegart)
1-2 EL Butter
Sahne
Salz, Pfeffer

Topinamburschupfnudeln
300 g mehlig kochende Kartoffeln
250 g Topinambur (geschält)
150 g Mehl
55 g Kartoffelstärke
2 Eier
Zitronensaft
Butter
Salz, Pfeffer

Sauce
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Scheine Ingwer
2 EL Honig
1 EL Sojasauce
2 EL Balsamico
2 Zweige Rosmarin
200 ml Rotwein
250 ml Geflügelfond
evtl. etwas Speisestärke
2 Stücke Schokolade (70% Kakao)
Butter
Salz, Pfeffer

Preiselbeercreme
1 EL saure Sahne
½ EL Preiselbeeren (aus dem Glas)
Salz, Pfeffer

frischer Trüffel

1. Putt, putt, putt – kommt her kleine Täubchen. Taubenbrüste heraustrennen, S+P und in einer Pfanne mit Olivenöl heiß und scharf (wie beim Sex) von beiden Seiten anbraten. Zur Seite stellen. Hähnchenbrust in kleine Würfel schneiden und unter Zugabe (das schreien alle Gäste nach dem Essen) von kalter Sahne mit dem Pürierstab zu einer cremigen Farce verarbeiten. S+P dazu.

2. Wirsing – Wir sing-en ein schönes Lied während wir kochen und kümmern uns dabei um den Kohl. 4 schöne grüne Blätter vom Kohlkopf lösen und alle einmal in kochendem Wasser für eine Minute weichkochen. Entweder durch das Schneiden von Grimassen oder in Eiswasser – buuuhhhhh – abschrecken. Mit Küchenkrepp abtrocknen, Strunk heraus schneiden, dünn mit Farce beschmieren, jeweils eine Brust drauf – jetzt nicht die von der Gattin – und zu kleinen Päckchen falten. Der Origamikurs für Fortgeschrittene findet übrigens erst nächste Woche statt. Wirsingpäckchen zweimal in Klarsichtfolie einschlagen und dann geht’s ab ins Wasserbad bei (58°C) für ca. 30-40 Minuten. Je nach Arbeitstempo sollte man die Brüste erst später zu Wasser lassen.

3. Jetzt wird’s knackig. Für die Chips 4 Wirsingblätter vom Strunk befreien und in mundgerechte Stücke reißen – bei mir würden die Stücke ziemlich groß ausfallen. Mit Öl beträufeln, S+P und ab auf Backblech (ohne Überlappen). Bei 110°C trocknen lassen – ca. 30-40 Minuten.

4. Nudel mir einen: Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Topinambur (geschält) rein in den Entsafter. Der Saft kommt weg – arrivederci. Die trockenen Flocken rein in ne Schüssel, mit Zitronensaft beträufeln. Eier, Mehl und Kartoffeln (durch die Presse) dazugeben. Zu einem Teig verarbeiten. Mit S+P abschmecken und dann – Stück für Stück – zu kleinen Schupfnudeln formen. Diese werden in Salzwasser gekocht und dann heraus gefischt, sobald sie an die Oberfläche steigen. Bis zur weiteren Verarbeitung zur Seite stellen.

5. Für das Püree werden die Kartoffeln geschält und gekocht. Kurz ausdampfen lassen und dann kommen auch diese – wie so viele Stars – in die Presse. Auch die vorgegarten Maronen einmal durchquetschen. Und weil es so schön war: Die Masse ein zweites Mal pressen. Butter und einen kräftigen Schuss Sahne dazu – man gönnt sich ja sonst nichts. Abgeschmeckt wird alles mit S+P, rein in nen Spritzbeutel und dann warmstellen.

6. Schalotten, Knoblauch und Ingwer fix in Olivenöl anschwitzen – sind wir denn in der Sauna? Honig, Soja und Balsamico drauf und mit Rotwein (Feuer?) ablöschen. Rosmarin dazu und alles kräftig einreduzieren lassen. Geflügelbrühe rein und noch mal ordentlich reduzieren. Wenn noch ca. 150 ml da sind kann evtl./wenn nötig mit einigen Tropfen Speisestärke (in Wasser eingerührt) abgebunden werden. Sauce durchs Sieb hauen und zum Schluss Schokolade und Butter darin schmelzen lassen.

7. Saure Sahne mit Preiselbeeren mischen. Kräftig P und ein wenig S dazu. Durchs Sieb streichen und rein in nen Spritzbeutel.
Schupfnudeln in Butter anbraten.

8. Nun wird’s aufrichtig anrüchig – ähhhhh anrichtig… oder wie auch immer das heißen mag: Sauce auf den Teller rotzen. Taubenpäckchen aufschneiden und dazu setzen. Püree und Preiselbeercreme irgendwo hin spritzen. Schupfnudeln dazu. Mit Wirsingchips und Trüffel garnieren. Das war’s. Fertig.