Maissuppe – Garnele

So wunderschön wie der Sommer.

Ich verbringe die lauen Sommerabende für mein Leben gerne auf unserem Balkon – einer kleinen, grünen Oase im Großstadtdschungel. Dazu ein Glas Wein und schöne Musik und das Urlaubsfeeling ist perfekt. Am liebsten höre ich dabei Playlists über die Streamingdienste mit passenden Schlagwörtern: Smooth oder chilling liegen dabei gerade ganz weit vorne.

Und genau so, wie meine Musikauswahl, ist auch dieses Gericht: Sommer pur! Knallgelb, leicht scharf, smooth, chilling kombiniert mit einem perfekten Urlaubsgefühl. Was will man mehr? Lasst es euch schmecken.

Man nehme (für 4 Personen):

Suppe
3 Gläser Biomais (je 230 g Abtropfgewicht)
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
700 ml Gemüsebrühe
Piment d’Espelette
1 Prise Curry
Sojasauce
Fischsauce
Zucker
Salz, Pfeffer
200 ml Sahne
Limettensaft

Garnelen
4 Riesengarnelen mit Schale
1 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
Erdnussöl
4 EL Olivenöl

Einlage
10 Minimaiskolben
4 Stangen Frühlingszwiebeln
Olivenöl
1 TL Butter
Zucker
Salz, Pfeffer
Limettensaft

3 EL geröstete, gesalzene Maiskörner
(gibt’s im türkischen Supermarkt)

Erbsensprossen

1. Heute nicht für Supperkaspers geeignet… Schalotten und Knoblauch pellen, Enden ab und rein in nen Topf. Etwas Olivenöl drauf und einmal alles anschwitzen. Mais abgießen und dazugeben. Mit 1 TL Zucker, ner ordentlichen Prise Piment d’Espelette, einer winzigen Prise Curry und nem Schuss Sojasauce würzen. Direkt mit Weißwein ablöschen und mit Gemüsebrühe auffüllen. Nun kommt noch ein Spritzer Fischsauce zur Suppe und dann kann alles gemütliche 20-30 Minuten bei mittlerer Temperatur vor sich hin blubbern.

2. Garnelen putzen – d.h. waschen, trocknen, Kopf abrechen, die Schale lösen (ich lasse das letzte Segment und den Schwanz dran) und ganz wichtig: Den Darm entfernen. Entweder vorsichtig vorne an der Bruchstelle den Darm packen und heraus ziehen oder etwas rabiater, das Tier am Rücken aufschneiden und den Darm dort heraus holen. Garnelen und Schalen zur Seite stellen.

3. Nun geht’s zum Gemüse: Lauch und Minimaiskolben waschen, trocken tupfen. Die Enden vom Mais abschneiden. 4 schöne Kölbchen heraussuchen und längs halbieren. Die restlichen Kolben in Scheiben schnippeln. Die Enden vom Lauch ebenfalls abhauen. Später geht’s weiter damit.

4. Nun wird einmal Krach gemacht: Die getrockneten Maiskörner in den Blitzhacker geben und grob schreddern.

5. Nun geht’s der Suppe an den Kragen: Pürierstab reinhalten und 2-8 Minuten mixen… kommt immer auf die Leistung an. Die Suppe durch ein sehr feines Sieb streichen – es gibt nämlich nichts schlimmeres als ein grisselige Suppe. Das macht keine Freude im Mund. Die aufgefangene Flüssigkeit noch einmal aufsetzen und erwärmen. Sahne dazu und mit Zucker, Sojasauce, Piment d’Espelette, Limettensaft und S+P abschmecken. Bis zum Servieren warmstellen.

6. Nun kommen zwei Pfannen auf den Herd. In die erste wandert der Mais mit einem Schuss Olivenöl. In die zweite kommen eine angedrückte Knoblauchzehe zusammen mit ein wenig Erdnussöl, den Garnelenschalen und den Garnelen selbst. Und jetzt: Feuer! Beides so lange braten, bis es durch ist (3-5 Minuten bei mehrmaligen Wenden). Garnelen aus der zweiten Pfanne herausnehmen. In diese Pfanne kommt nun der Thymian und das Olivenöl. Einmal erhitzen und warmstellen. In die Pfanne mit dem Mais geben wir etwas Butter und den Frühlingslauch. Kurz erwärmen und mit Zucker, Limettensaft, S+P würzen. Auch noch schnell S+P zu den Garnelen und dem Garnelenöl.

7. Suppe schnell noch einmal mit dem Pürierstab schaumig aufmixen.

8. Und schon kann angerichtet werden. Maisscheiben als Einlade in den Suppenteller geben. Suppe drauf und eine Garnele anlegen. Diese mit dem Garnelenöl beträufeln und mit geschredderten Maiskörnern bestreuen. Lauch, Maiskolben dazu und mit einer Erbsensprosse garnieren. Fertig.