Koko – Schoko – Mango (vegan)

„Wenn die Veganerin 3mal klingelt.“

Dritter und letzter Teil des Erfahrungsberichts, wie ich mich mit veganer Küche herumgeschlagen habe – oder: wie ich mich der Herausforderung stellte und Essen ohne tierische Produkte echt zu schätzen lernte.
Und da Tanja, die mich vor diese Aufgabe gestellt hat, echt ne ganz Süße ist, sollte sie am Tag ihres Besuchs auch n sweetes Dessert zum Abschluss bekommen, das sich gewaschen hat.

Jetzt aber mal unter uns: Ich habe bei diesem Akt nicht ganz uneigennützig gehandelt – schließlich saß ich bei Tanjas Besuch ebenfalls am Tisch und habe mitgegessen. Ich alter Egoist hatte einfach keinen Bock auf Verzicht.
Also, nun genug erzählt und ab in die letzte Runde. Hier kommt sie: Die liebliche Süßspeise!

Man nehme (für 4 Personen):

Kokoscreme
200g Sojajoghurt
2 EL Kokosraspeln
1-2 TL brauner Zucker
Limettensaft

Teejelly
4 Beutel Schwarzer Tee
300 ml Wasser
½ Limette
4 EL Zucker
Agar Agar

Kokossorbet
200 ml Kokosmilch
100 g Puderzucker
60 g Kokospulver
50 ml Kokoslikör
1 Limette

Brownies/Schokohippen
270 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
150 ml Sojamilch (+ 4-5 El oben druff)
120 g Zucker
125 ml Ahornsirup
50 g Kakaopulver
Mark einer ½ Vanillestange
1 TL Natron
1 TL Backpulver
100 ml Olivenöl
200 g Zartbitterschokolade

1 Mango
1 Passionsfrucht
1 TL Puderzucker
Fleur de Sel

Basilikum

1. So, ihr Herzchen, ein süßes Dessert will liebevoll beschrieben sein. Dann lasst uns mal beginnen. Am Vortag: Sojajoghurt liebevoll in einen Kaffeefilter streiche(l)n. Das Ganze in ein Sieb setzen und 24 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Schüssel drunter – versteht sich von allein, oder?

2. Den Tee mit 300 ml Wasser in nem Topf aufkochen – am besten mit der Kraft der Liebe. Wenns nicht klappt, muss halt Elektrizität oder Gas herhalten. Je nach Geschmacksvorstellung den Tee ziehen lassen (für meinen Geschmack kann es ruhig kräftig sein – in allen Belangen) und mit Zucker und dem Saft einer halben Limette zärtlich verfeinern. Teebeutel entfernen und alles noch einmal mit einem ⅔ TL Agar-Agar (hier Packungsanleitung genau beachten – kann je nach Produkt abweichen!) heißmachen – regelrecht kochen. Kurz simmern und wimmern und danach alles in eine flache Schale, deren Scharm vorab mit Klarsichtfolie bedeckt wurde, umfüllen. Kaltstellen.

3. Nun wird’s romantisch: Man vereine Kokosmilch, -pulver, -likör, Puderzucker und Limettensaft zu einer harmonischen Liaison. Zärtlich in die Eismaschine füllen und dann sich ordentlich einen rühren lassen. Nach 45-60 Minuten sollte das Eis steif sein. Bis zum Servieren ab ins Eisfach.

4. Nun ran an den flotten Zweier: Für Brownies und Hippen geht’s erstmal zusammen los. Mehl mit Mandeln, 150 ml Sojamilch, Zucker, Ahornsirup, Kakaopulver, dem Mark der ½ Vanilleschote, Natron und Backpulver zu einem sweeten Teig verrühren. Von dieser Masse nimmt man 2 EL ab und rührt diese in einer Schüssel mit 4-5 EL Sojamilch zu einem dünnen Teig. Dieser wird sehr, sehr fein auf ein Backblech mit Backpapier gestrichen und 10-15 Minuten bei 175°C in der Röhre gebacken.
Für die Brownies die Schokolade grob hacken – die braucht es halt so. Olivenöl und Schokokrümel unterziehen. Teig in eine mit Backpapier ausgeschlagene Auflaufform geben und im Anschluss an die Hippen ca. 25 Minuten backen.

5. Mango schälen und in feine Würfel schnippeln. Passionsfrucht halbieren, das Innere in ein Sieb geben und mit einem Löffel durchstreiche(l)n. Saft auffangen. Mit dem Puderzucker abschmecken und andicken.

6. Sojajoghurt mit den Kokosraspeln bestäuben. Zucker und Limettensaft (nach Geschmack) dazu und verrühren. In einen Spritzbeutel abfüllen.

7. Heute mal mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit anrichten (Gruß ans Dr. Sommer-Team): Servierring rauf auf den Teller. Mango rein. Ein TL Passionsfruchtsaft drüber und mit einer Prise Fleur de Sel bestreuen. Ne Kugel Kokossorbet drauf. Hippe zerbrechen und anlegen. Joghurt drum herum spritzen. Teejelly und Brownies in angemessene Würfel schneiden. Von beiden Sachen einiges dazu und mit ordentlich Basilikum verzieren.
Und nun: Nimm es dir endlich, du wildes Ding. Du willst es doch auch! Fertig.