Hefe Dim Sum – Garnele – Gemüse – Zitronensauce

Dim Sum sind kleine Teigtaschen, die aus der kantonesischen Küche stammen. Übersetzt heißt das Wort so viel wie „das Herz berühren“. Somit kann man sagen, die Dinger sind kleine schlüpfrige Scheißerchen, die so geil schmecken, dass man sie eigentlich nicht nur als Gruß aus der Küche schicken, sondern sich einen ganzen Abend den Wanzt damit (natürlich in den verschiedensten Variationen) vollschlagen sollte. Hier eine Möglichkeit:

Man nehme (für ca. 20 Dim Sum)

Hefeteig
250 g Mehl
½ Würfel Hefe
1 TL Backpulver
1 TL Salz
1 Zucker
lauwarmes Wasser

Füllung
20 Garnelen (ausgelöst und entdarmt)
1 Karotte
1 Stange Staudensellerie
1 Scheibe Ingwer
Schnittlauch
Fischsauce
Sojasauce
Zucker, Salz, Pfeffer

Zitronensauce
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Stange Zitronengras
1 Limettenblatt
1 Zitrone
2 Scheiben Ingwer
100 ml Sake
150 ml Gemüsefond
150 ml Fischfond
einige Safranfäden
1 EL Creme fraîche
Olivenöl
Fischsauce
Sojasauce
Zucker, Salz, Pfeffer

20 Korianderblätter

1. Mehl, Backpulver und Salz in ne Schüssel, Mulde in die Mitte. Hefe reinbröseln, Zucker drauf, einen kräftigen Schuss lauwarmes Wasser drauf. Muldeninhalt mit nem Finger vermischen. Ca. 5-10 Min stehen lassen und beim Blubbern zuschauen. Quatsch! Ist scheiße langweilig. So lange viel lieber…

2. Karotte und Sellerie waschen, schälen und in kleine Würfelchen zerlegen (am besten mit nem Messer). Das kommt in nen Topf, Wasser drauf, kräftig salzen, rauf auf den Herd, einmal aufkochen. Ab durch Sieb und buhhhhhhh abschrecken… einmal ins Eiswasser. Noch mal ins Sieb → abtropfen. Garnelen klein schneiden und mit dem Gemüse in eine Schüssel geben.

3. Teig verkneten. Wenn zu trocken → Wasser dazu. Wenn zu klebrig → Mehl dazu. Wenn fertig: Teig auf die Wanderschaft schicken – naja… zumindest gehen lassen (ca. 20-30 Min).

4. Schalotte schälen, halbieren. Ab in nen Topp damit. Knoblauch schälen, halbieren. Ab in den Topp damit. Zitronengras knicken und knüddeln. Ab in den Topp damit. Ingwerscheiben und Olivenöl dazu. Kurz andünsten. Mit Sake ablöschen. Limettenblatt, einige Streifen Zitronenschale und ca. 5 Safranfäden dazu. Flüssigkeit fast vollständig verkochen lassen. Fisch- und Gemüsefond reinkippen, ebenso nen Peng – Schuss Soja- und Fischsauce. Vorsicht Fischsauce!!! → zu viel riecht und schmeckt wie Kotze! Alles um zwei Drittel reduzieren lassen (für alle, die unter Dyskalkulie leiden: ca. 200 ml Flüssigkeit müssen verdampfen).

5. Ne ordentliche Hand voll Schnittlauch in feine Ringe schnipseln. Ingwer schälen und in feine Würfel atomisieren. Zum Gemüse und zu den Garnelen dazu. Mit S+P, Zucker, Soja- und Fischsauce (siehe dazu 4.) abschmecken.

6. Den gequollenen Teig vierteln. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier plattmachen. Kreise mit Hilfe eines Servierrings (Durchmesser 6 cm) ausstechen. 1 TL Füllung druff und zu kleinen Kugeln formen. Mit der Nahtstelle nach unten in einen mit Backpapier ausgelegten Dünsteinsatz oder Bambuskorb legen. Das ganze nun ca. 100mal wiederholen bis der Teig und vor allem die Füllung aufgebraucht ist. Wahrscheinlich kommt man auch mit 20 Wiederholungen aus. Topf mit Wasser zum Kochen bringen (durch Hitze, nicht durch dumme Sprüche). Dünsteinsatz vier Minuten drauf. Fertig

7. Sauce durchs Sieb schicken. Flüssigkeit noch mal erwärmen. Creme fraîche unterrühren. Mit Zucker, S+P und einem kräftigen Schuss Zitronensaft abschmecken. Und nun kann angerichtet werden.

8. Sauce auf nen Löffel, je ein schlüpfriges Scheißerchen drauf, Korianderblättchen drauf. Mahlzeit.