Dango

Dango – kennt doch jeder aus dem Film „Dango Unchained“

So, nun aber Schluss mit Lustig – das mit dem Film war natürlich nur ein Witz.
Dango sind viel mehr kleine Bällchen aus Reismehl, die in Japan als Süßigkeit verputzt werden.

Vor 1 ½ Jahren war ich in Japan unterwegs und habe diese kugeligen Dinger an unterschiedlichen Ständen gekostet. Geschmacklich recht neutral – es kommt auf die Sauce an, mit denen Dango bestrichen werden… dafür ist das Mundgefühl der absolute Irrsinn. Sowas hatte ich noch nie im Mund – und ihr könnt mir glauben, da hatte ich schon viel drin.
Dango sind weich und fluffig, gleichzeitig aber auch klebrig, massig und voluminös – fast schon so, wie Knetmasse. Schwer zu beschreiben. Man muss es einfach mal ausprobiert haben.
Für meine Variante habe ich mich von Dango inspirieren lassen, die ich in den japanischen Alpen in der Präfektur Nagano gekostet habe. Dort werden die Bällchen mit einer süßen Kastanienpaste bestrichen. Kurz rumgedacht und zur Maronen gegriffen.

Viel Spaß mit dem Snack und lasst es euch schmecken.

Man nehme (für ca. 10 kleine Dango):

Dango
35 g Klebreismehl
35 g Reismehl
55 ml Wasser (evtl. etwas mehr)
1 Prise Salz

Sauce
50 ml Wasser
2-3 EL Sojasauce
1 EL Honig
Zitronensaft
1 TL Speisestärke

Maronencreme
100 g Maronen (vakuumiert)
200 ml Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
40 ml Sahne + etwas mehr
Zitronensaft
Zucker
Salz, Pfeffer

Sesamsaat
grüne Shisokresse

außerdem ein Handbunsenbrenner

1. Einmal eincremen bitte: Für die Maronenpaste die Esskastanien mit der Gemüsebrühe und der Sojasauce in einen Topf verfrachten. Feuer unterm Hintern machen und alles um etwa die Hälfte einkochen lassen. Sahne dazu, aufkochen und dann ab damit in nen Mixbecher. Pürierstab rein – Vollgas. Falls nötig noch ein wenig Sahne dazugeben. Maronencreme mit Zitronensaft, Zucker, S+P abschmecken. Wer’s besonders toll haben möchte, streicht die Paste durch ein feines Sieb. Ab damit in nen Spritzbeutel und bis zum Servieren zur Seite packen.

2. Nun wird gekugelt: Reismehl, Klebreismehl, Salz und Wasser in ner Schüssel verkneten. Die Konsistenz soll Ohrläppchen-like sein. Notfalls noch einige Spritzer Wasser unterarbeiten. Aus der Masse Kugeln formen (die Größe kann man individuell bestimmen) – sollte eigentlich für 10 bis 14 kleine Dango reichen. Diese in einen mit Backpapier ausgelegten Dünstkorb/-einsatz legen. Einen Topf mit Wasser füllen, zum Kochen bringen. Dünstkorb aufsetzen und die Kugeln 12-15 Minuten im Dampf garen.

3. So lange kümmern wir uns um die Sauce: Wasser, Sojasauce, Honig und einen Spritzer Zitronensaft in nem Topf aufkochen. Feuer runterdrehen – es sollte nur noch leicht köcheln. Speisestärke mit ein wenig Wasser in einer Schale glattrühren und die Sauce damit Tröpfchen für Tröpfchen abbinden bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist. Zur Seite stellen.

4. Sesam in ner Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten.

5. Dango aus dem Dünster auf nen Teller setzen. Nicht erschrecken – ist total klebrig. Dango werden normalerweise über einem Holzkohlefeuer gegrillt. Den Schritt erleichtern wir uns indem wir die Kugeln nun noch schnell mit einem Handbunsenbrenner abflämmen. Also: Einmal Feuer draufhalten und schon ist es soweit.

6. Das Anrichten: 2 Dango auf ein Stäbchen spießen. In Japan werden immer 3 Kugeln serviert. Aber das kann man halten wie ein Dachdecker. Rauf auf nen Teller. Das Ganze zuerst mit der süßen Sojasauce benetzen und jeweils mit einem Tupfer von der Kastaniencreme ergänzen. Sesam und Shiso vervollständigen den kleinen Snack. Ich sach nur: Lasst es euch schmecken!