Bittersweet Praline – Kumquats – Honig

Darf ein Foodblog eine politisch Haltung vertreten?

Ich bitte darum!

Schließlich haben wir das wichtige Wahljahr 2017 und außerdem ist das hier mein Blog. Die Freiheit der Themenauswahl nehme ich mir ganz einfach.

Deshalb starte ich nun meine persönliche Reihe mit Haltung:

Die politische Praline

#1 Heute auch nur in kurz: Wer alternative Parteien wählen möchte – aus Haltung, Überzeugung oder als Denkzettel für die etablierten Parteien – richtet sich gegen die Menschlichkeit und leider auch gegen mich! Denn die Redner der Parteien und ihre Grundsatzprogramme sprechen sich ganz klar gegen eine gesellschaftliche Vielfalt aus.
Was schert es eine Partei, welche Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion, Hautfarbe oder sonstige individuelle Ausprägung ein Mensch hat? Scheiß was drauf! Ist doch egal! Die Hauptsache ist einzig und allein, dass sich die Menschen an die rechtstaatlichen Gesetze halten.

Und jede oder jeder sollte einmal bedenken, dass er sich, wenn er so nen menschenverachtenden Unsinn wählt, auf irgendeine Art und Weise in seiner bisherigen Freiheit und seinen Möglichkeiten selbst beschneidet…

Deshalb: DENKT BITTE NACH!

Denn wenn es irgendwann mal so kommen sollte, dass solche Parteien in unserem Land mitreden, dann kann man sich wirklich nur noch die Kugel geben.

Und damit ist nicht mein liebenswürdiges und weltoffenes Pralinenrezept gemeint!

Man nehme für (ca. 20 bittere Pillen):

Bittermarmelade
10 Kumquats
1 TL Zucker
2 EL Weißwein
2 EL Orangensaft
einige Tropfen Angostura

Pralinen
110 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Ei
½ TL Backpulver
70 g Mehl
1 Prise Salz
1 EL Crème fraîche
100 g Zartbitterschokolade

Honigsud
8 EL Wasser
3 EL Honig
½ TL Speisestärke
Zitronensaft
2 EL Wodka

1 Orange

1. Lady Marmelade mit Waschzwang: Kumquats sehr gründlich mit einem Schwamm oder einer Bürste unter heißen Wasser abschrubben, abtrocknen und in kleine kleine Stücke schnippeln. Diese mit Zucker, Weißwein und O-Saft in nen Topf geben. Deckel drauf und bei mittlerer Stufe ca. 5 Minuten einkochen lassen. Falls es dann noch zu flüssig ist → Deckel runter und die Flüssigkeit verdampfen lassen. Topf vom Feuer nehmen, abkühlen lassen und mit einigen Tropfen Angostura abschmecken.

2. Ich geb mir die Kugel: Backofen auf 160°C vorheizen. 60 g weiche Butter und Zucker kommen in ne Schüssel. Mit nem Handrührgerät aufschlagen – nicht mit dem Gerät sondern mit den angeschnallten Rührhaken natürlich… Ei und Salz dazu → rühren. Mehl und Backpulver einrieseln → rühren. Teig auf ein Backblech (mit Backpapier) streichen und auf mittlerer Schiene für 12 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen.

3. Noch warmen Teig in ne Schüssel bröseln – schön fein. Butter, Crème fraîche und 1-2 EL von der Bittermarmelade dazu geben. Alles mischen und dann 20 bittere Pillen drehen. Diese kommen für ne halbe Stunde ins Eisfach.

4. Wasserbad vorbereiten. Schoko darin schmelzen. Kugeln raus aus dem Froster. Mit schokoladen überziehen und zwischen den Handflächen drehen → Igelmuster. Danach im Kühlschrank kaltstellen.

5. Honig mit 6 EL Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen. Speisestärke mit 2 EL Wasser glatttrühren. In die Honigmasse einrühren aber nur – bis sie angedickt ist. Runter vom Herd. Abkühlen und mit nem Spritzer Zitronensaft und 2 EL Wodka abschmecken.
Nebenbei noch einige Streifen von der Orangenschale mit einem Zestenreißer hobeln.

6. Wer Scheiße wählt, richtet auch scheiße an – das nur nebenbei: Honigsud auf nen Anrichtelöffel geben. Praline drauf und schlussendlich mit einer Orangenzeste garnieren. Fertig.